Hans Münch

 

Baalbek


Viel gerühmt werden die antiken Zeugnisse Ägyptens, Roms und Griechenlands – doch Baalbeks Monumentalitäten stellen alles in den Schatten.

Ist das Jupiter-Heiligtum das mit Abstand größte Bauwerk, das die Römer je errichteten – die Akropolis würde über 12 mal auf die Fläche passen –  übertrifft selbst der „kleine“ Bacchus-Tempel in seinen Ausmaßen die Athener Berühmtheit.

Und welchen Ruf erst haben die Pyramiden! Doch deren Monolithen muten im Vergleich zu denen Baalbeks fast niedlich an. Aus Ägypten und Mesopotamien sind Darstellungen bekannt,
 wie dort Steinblöcke mit Hilfe von Seilen, Holzrollen und Tausenden
von Arbeitern transportiert wurden. Außerdem wurden diese „kleinen“ Steine mit einem Durchschnittsgewicht von nur etwa 2,5 Tonnen über
eine ebene Strecke mit genügend Rangierraum bewegt.

Doch bis heute geben die in Baalbek verbauten Monolithen Archäologen, anderen Wissenschaftlern und Ingenieuren große Rätsel auf. Jeweils rund 20 m lang, 4 m hoch und 3,60 m breit sind sie in 6 Metern Höhe in den Jupiter-Tempel eingefügt.

Nach der Schätzung von Experten wiegt jeder dieser gigantischen Fundamentblöcke, die schon im Altertum als Weltwunder angesehen wurden, weit über 1.000 Tonnen.

Sie gelten als die größten Bausteine, die je von Menschenhand geschaffen wurden. Vollkommen unklar ist, wie derartig große Steine gebrochen, transportiert und exakt in das Fundament eingepasst werden konnten.

Dies gilt sowohl für die technischen
Möglichkeiten in der Antike als auch für die modernen Methoden der Gegenwart.

 

Das Foto, unter Baalbek Steinzeigt den größten Stein der Welt. Jener wurde nicht mehr zu seinem fast einen Kilometer entfernten Bestimmungsort gebracht: Knapp 22 Meter lang, bis 4,25 m hoch und 5,35 m breit bringt es dieser aus einem Stück geschnittene steinerne Koloss auf ein Schätzgewicht zwischen 1.200 und 2.000 Tonnen bei einem Raummaß von über 504 Kubikmetern!